Herzlich willkommen in den (Ver-) Wirrungen des Lebens!

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Sie auf dieser (Unter-) Seite begrüßen zu dürfen!

Vielleicht sind Sie nur Zufall auf dieser Seite gelandet, vielleicht haben Sie auch mein Buch gelesen oder gezielt im Internet nach dem Begriff "Schlaganfall" gesucht? Wie dem auch sei - Sie sind hier und ich möchte Sie einladen, einige Zeit auf dieser Homepage zu verweilen.

Ein Schlaganfall oder eine Hirnblutung kann von einem Moment auf den anderen das Leben verändern. Nicht nur, dass der Betroffene in seiner Motorik oder Sprache eingeschränkt ist (sein kann), er muss sich nun auch mit seinem sozialen Umfeld auseinandersetzen, das von Mitleid, über Ablehnung bishin zu Ignoranz so ziemlich alles zu bieten hat.

Ein schwieriger Lebensabschnitt beginnt, in dem Familie und Freunde die wichtigsten Stützbalken werden.

An diesem Punkt knüpft "Ausgeliefert - Zerstörtes Leben" an.

Friedrich Schuster, einst bekannter Architekt, erwacht eines Morgens und kann sich an das vergangene Jahr nicht mehr erinnern. Schon beim Aufstehen muss er feststellen, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Arme und Beine gehorchen nicht mehr seinem Willen und überall an seinem Körper entdeckt er Hämatome (blaue Flecke).

Nach einem Gespräch mit seiner Frau Gudrun findet er heraus, dass er vor einem Jahr eine Hirnblutung hatte. Doch warum kann er sich nicht daran erinnern? Weshalb scheint Gudrun so gereizt? Und vorallem: Woher kommen die ganzen Blessuren an seinem Körper?

Foto Sandra Rehschuh Als ich anfing, dieses Buch zu schreiben (2005), arbeitete ich in einer Rehabilitationsklinik - auf einer Station, die sich auf die neuroligische Frührehabilitation spezialisiert hat.
Dort hatte ich Kontakt zu vielen Schlaganfallpatienten und damit auch ihren Angehörigen.

Widererwarten - damals glaubte ich noch daran, dass es soetwas nicht geben konnte - waren nicht alle Angehörige ihren Lieben gegenüber hilfsbereit und verständnisvoll.
Natürlich war bei einigen zu erkennen, dass sie ihre Männer und Frauen fordern wollten, damit diese, wortwörtlich, schneller auf die Beine kamen.

Doch es gab noch eine Gruppe anderer Personen: Nämlich die, denen man die Abscheu ansehen konnte. Und was mich noch mehr erstaunte: Es waren vornehm Frauen, die eine ruppige Art an den Tag legten.

Natürlich sprach keiner der Männer darüber, was hinter verschlossenen Türen vorging.
Aber das brauchten sie nicht - man konnte es ihnen ansehen.

Stopp!

Männer? Das starke Geschlecht als Opfer?

Jawohl!


Auch wenn dieses Thema heutzutage noch immer ein Tabu ist, so möchte ich doch versuchen, die Leser mit "Ausgeliefert - Zerstörtes Leben" ein wenig wach zu rütteln.

Schauen Sie hin und greifen Sie ein, wenn es die Situation erfordert!
Auch Männer können zu wehrlosen Opfern werden.

Bitte legen Sie das Buch nach dem Lesen nicht einfach zur Seite, sondern halten Sie einen Moment inne und fragen sich, was Sie tun können, damit dieses Thema nicht länger in großes Schweigen gehüllt wird.


Haben Sie vielen Dank für das Lesen dieser Zeilen, die mir selbst sehr wichtig sind.


Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit und ein immer wachsames Auge!

Ihre Sandra Rehschuh